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Carloforte - Carbonia-Iglesias (CI)

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Carloforte

CARLOFORTE UND SAN PIETRO

Die etwa 51 Quadratkilometer große Insel San Pietro wird mehrmals täglich mit Fähren von Porto Vesme und Calasetta auf der Nachbatinsel S. Antioco aus angefahren. Die Überfahrt dauert zwischen 30 und 40 Minuten.

Die Insel San Pietro wurde 1736 von ligurisch-stämmigen Fischern besiedelt, die im 16. Jh. von Piraten aus ihrer ligurischen Heimat auf die tunesische Insel Tabarka verschleppt wurden und später befreit werden konnten. Dieser arabisch-ligurische Einfluss findet vor allem in den Speisen der Carlofortiner wieder: neben Gerichten, die mit köstlichem Pesto verfeinert werden, gibt es auch eine Vielzahl von Couscous-Varianten und natürlich den berühmten, roten Thunfisch.

Die etwa 6.600 Einwohner der Insel, die vorwiegend im charmanten und pittoresken Hafenstädtchen Carloforte wohnen, sind durch den Fisch- und besonders Thunfischfang zu einem gewissen Wohlstand gelangt: Jedes Jahr im Mai ziehen große Thunfischschwärme auf dem Weg zum Laichen an der Insel San Pietro vorbei.

Ansonsten bietet die Insel viel Natur, die man auch mit dem Fahrrad erkunden kann. Die Westküste ist eher felsig und besteht aus Vulkangestein, an der Ostküste hingegen ist die Küste mit Sandstränden und kleinen Buchten etwas sanfter.

In quirligen Carloforte gibt es zahlreiche kleine Geschäfte mit lokaler Töpferkunst, Schmuck aus tiefroten Korallen oder Souvenirs, aber auch Läden, in denen der hiesige Thunfisch in Dosen verkauft wird. Zahlreiche Bars und Restaurants laden zum Entspannen ein.

SÜDWESTLICHER ZIPFEL SARDINIENS

Im Gebiet zwischen Iglesias und Carbonia im Südwesten Sardiniens wurde lange Zeit aktiv Bergbau betrieben, allerdings wurden in den 1960 und 1970er Jahren die Minen geschlossen. Einige der verlassenen und verwahrlosten Bergwerke und Siedlungen werden heute liebevoll renoviert und als Museen im Projekt "Parco Geominerario" für Besucher zugänglich gemacht. Oft sind es ehemalige Minenarbeiter, die fachkundig durch „ihre“ Minen führen und durch ihre Erinnerungen eine oft unbekannte Seite Sardiniens wieder aufleben lassen. In Carbonia kann ein neu eingerichtetes Bergwerksmuseum besucht werden, in dem sich auch eine Art Lehrpfad befindet.

Fährt man auf der kleinen Küstenstraße von Iglesias in Richtung Portoscuso, so führt eine Abzweigung auf der rechten Seite nach Porto Paglia. Die später steil abwärts führende Straße endet an einer Häusergruppe. Ursprünglich handelte es sich bei den Gebäuden um Teile eine alten Thunfischfanganlage (Tonnara), die sehr stillvoll in eine private Ferienanlage umgewandelt wurde. Hier kann das Auto am Straßenrand geparkt werden. Zur linken Hand führt ein schmaler, gepflasterter steiler Weg zu einem langen Sandstrand hinab. Dieser ist besonders im Frühling und Herbst kaum besucht und beeindruckt durch seine wildromantische Atmosphäre. Strandspaziergänger, Muschel- und Steinsammler kommen hier sicher auf ihre Kosten. Aber auch für ein Picknick ist dieser Ort geeignet.

Ein atemberaubendes Panorama auf den Golf von Gonnesa mit seinen teilweise mit mediterraner Macchia bewachsenen, riesigen Sanddünen, stimmt den Besucher auf diese herrliche Küstenlandschaft ein, die je nach Wind und Wetter in den verschiedensten Farben leuchtet. Besonders auffällig ist der nördlich gelegene weiß schimmernde „Pan di Zucchero“ (Zuckerbrot), eine vor Porto Flavia aus dem Meer aufragende über 130 Meter hohe Felsklippe.

Eine sehr schöne, wenn auch kurvenreiche Panoramastraße führt von der Ortschaft Fontanamare die Küste entlang bis nach Masua. Im Zentrum sollte man das Auto auf dem recht großen Parkplatz stehen lassen und den kleinen Rundwanderweg mit seinem überwältigendem Panorama auf den Pan di Zucchero und die steile Küstenlandschaft machen. Wer von den Ausblicken nicht genug bekommen kann, der sollte auch die Küstenstraße von Buggeru bis nach Capo Pecora entlang an kilometerlangen, weißen Sandstränden ausprobieren.

Weinfreunde aufgepasst
Weinfreunde sollten unbedingt der Cantina Sociale in Santadi, etwa 20 km nördlich von Teulada, einen Besuch abstatten. Berühmt ist dieser Weinkeller für seinen Terre Brune, ein Rotwein der auch außerhalb Sardiniens und Italiens bekannt ist, aber auch zahlreiche gute andere Rot- und Weißweine anbietet. 

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