ANTIKE STADT NORA
Ganz in der Nähe von Pula in einer spektakulären Position auf einer Landzunge direkt am Meer liegend finden sich die Überreste der antiken Stadt Nora, die wahrscheinlich im 8 Jh. v. Chr. von den Phöniziern gegrïünet und später von den Römern kolonialisiert wurde. Die weitläufigen Ausgrabungen in Nora, die auch heute noch andauern, begannen im Jahr 1952 und zeigen nun ein Teil der Stadt, die deutlich größer gewesen sein muss. In der angrenzenden Lagune von Nora können unter anderem bei geführten Tauchgängen noch versunkene Überreste bewundert werden.
Vom phönizisch-punischen Einfluss selbst ist nur noch wenig zu erkennen, die meisten Überreste, wie die Thermalanlagen, die Straßen und einige Häuser, sind römisch und stammen aus dem 1. und 2. Jh. n. Chr. Ein Amphitheater, römische, phönizische und punische Tempel, Überreste von Thermalanlagen, Wohnhäusern und Straßen und einige noch ganz gut erhaltenen Mosaike laden zu einem Bummel durch die Ruinenanlage ein. Der das Areal überragende und an der Spitze der Landzunge liegende Befestigungsturm wurde von den Spaniern etwa 1595 errichtet.
In Pula findet sich das kleine, archäologische Museum „Giovanni Patroni“, in dem einige Fundstücke wie Teller, Wasser und Amphoren aus Nora gezeigt werden (Die meisten Fundstücke sind allerdings im archäologischen Museum in Cagliari ausgestellt). Wer den Eintritt in Nora bezahlt hat, kann am gleichen Tag kostenlos bei Vorzeigen des Eintrittstickets das Museum besuchen. Kleiner Tipp: Im Vorraum können geschmackvolle Souvenirs (Bronzefigürchen, Keramik- und Silberschmuck, Schälchen, Becherchen und T-Shirts) zu recht gemäßigten Preisen erstanden werden. Gleichzeitig gibt es eine große Auswahl an verschiedensten Büchern über Sardinien – teilweise auch in deutscher Sprache.
LAGUNE VON NORA
Ganz in der Nähe der Ruinen von Nora findet sich die etwa 55 Hektar große Lagune von Nora, in der zahlreiche Fischarten und Wasservögel beheimatet sind. Ganz in der Nähe gibt es – sicher nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene interessant – eine Schildkrötenklinik und einige Aquarien, die in den Sommermonaten besucht werden können. Die Lagunenanlage kann nur mit Führungen von Juni bis August von 10 – 11.30 Uhr und von 17 – 18.30 Uhr besucht werden. Im September ist die Lagune am Nachmittag zwischen 16 – 17.30 Uhr geöffnet.
COSTA DEL SUD
Die Costa del Sud liegt südwestlich von Cagliari und erstreckt sich auf eine Länge von etwa 40 km. Im Westen wird dieser zerklüftete Küstenstrich aus Schiefer-, Granit- und Kalkgestein von den Dünen des Capo Teulada und dem Stagno de is Brebeis und im Osten vom Capo di Pula begrenzt.
Die bekanntesten Gemeinden dieses Küstenanschnitts sind Pula, Domus de Maria, Chia, S. Margherita, Teulada, Sant Anna Aresi und Porto Pino. Besonders lohnenswert ist die Panoramastraße zwischen dem Capo Spaventino und dem Capo Teulada: sie bietet herrliche Ausblicke auf kleine Sandbuchten, die sich mit steil abfallenden Klippen abwechseln.
Die Strände der Costa del Sud zählen zu den schönsten Sardiniens, und beispielsweise in der Nähe des Feriendorfes Chia laden Strände wie Sa Tuerra, Porto Campana, Su Sali oder Cala Cipolla nicht nur zum Baden, sondern auch zu Strandspaziergängen ein. Einige der Strände haben sich in den letzten Jahren besonders im Frühling und Herbst, wenn der Maestrale-Wind kräftiger bläst, zu Surf-Spots entwickelt.
Auch die zur Gemeinde Teulada gehörenden Strände wie Porto Piscinni, Tuaredda, Porto Tramatzu und Porto Zafferano und Porto Scudo bestechen durch ihren weißen Sand. Die an diese herrlichen Strände angrenzenden weitläufige Dünenlandschaft vor Porto Pino ist leider für Privatpersonen gesperrt, da hier ab und an militärische Übungen stattfinden.
CAGLIARI
Cagliari ist nicht nur die Hauptstadt und das wirtschaftliche Zentrum der Autonomen Region Sardinien, sondern mit seinen rund 170.000 Einwohnern auch die größte Stadt der Insel. Die Stadt mit einer Fläche von gut 85 Quadtratkilometern liegt über mehrere Hügel verteilt am Golfo di Cagliari im Süden der Insel.