Die Gemeinde Porto San Paolo an der Nordostküste Sardiniens mit seinen rund 2.500 Einwohnern gehört zur Provinz Olbia-Tempio und liegt etwa 7 km südlich von Olbia und rund 180 km nördlich von der Inselmetropole Cagliari.
Die vorgelagerte und etwa 4 km vom Festland entfernte Insel Tavolara mit ihren steil abfallenden Klippen, die wie die kleinere Insel Molara zum Meerespark Tavolara Capo Coda Cavallo gehört, wird regelmäßig vom Hafen in Porto San Paolo angefahren. Vor Tavolara liegt das bekannte Tauchgebiet Secca del Papa (Untiefe des Papstes). Auf Tavolara selbst leben nur eine Handvoll Menschen.
AUSFLUGSTIPPS NORDSARDINIEN
Von Olbia erreicht man in nördlicher Richtung in gut 30 Autominuten die berühmte Costa Smeralda mit ihren kleinen Buchten und ihrem türkisfarbenem Meer. Besonders im Juli und August herrscht hier und besonders im Ort Porto Cervo viel Rummel, machen doch hier einige der italienischen (und auch internationalen) VIPs Urlaub.
In nordwestlicher Richtung liegt die kleine Hafenstadt Palau, von der täglich Fähren zu den Inseln Caprera und La Maddalena übersetzen. Rund um die Insel la Maddalena verläuft eine Straße, auf der man einsame Buchten und Strände erreicht. Die Insel Caprera ist dadurch bekannt, dass sich der italienische Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi hierhin zurückzog und schließlich im Jahr 1882 dort starb. An ihn und sein Lebenswerk erinnert das Museum Garibaldi di Caprera.
Von Palau aus in südlicher Richtung liegt Arzachena. Grundsätzlich ist diese Gegend reich an archäologischen Zeugnissen aus der Nuraghenzeit, wie den Nuraghen Albucciu und Malcchittu und zahlreichen Gigantengräbern.
Einen Besuch lohnt sicher das weiter süd-westlich gelegene kleine und sehr pittoreske Städtchen Tempio Pausania mit seinen grauen Steinhäusern. Die Straße führt durch dichte Korkeichenwälder: kein Wunder, denn Tempio ist das Zentrum der sardischen Korkindustrie.
Wer etwa mehr Zeit hat, kann von Palau nach Santa Teresa di Gallura fahren (von dort aus setzen die Fähren nach Korsika über). Einen Besuch wert ist sicher Capo Testa mit seinen von Wind und Meer ausgewaschenen Felsformationen. Entlang der sehr schönen und abwechlungsreichen Costa Paradiso geht es dann weiter in westlicher Richtung bis nach Castelsardo. Sehr interessant ist hier die Altstadt mit ihrem Castello und ihren vielen verwinkelten und engen Gassen, die hoch oben auf einem Felsen liegt und die Neustadt dominiert. Im Museo dell Intreccio Mediterraneo sind Exponate der traditionellen Korbflechterei ausgestellt, unter anderem Körbe und Schalen, aber auch kleine Boote.