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Gonnesa - Carbonia-Iglesias (CI)

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Gonnesa

Gonnesa ist eine Gemeinde mit rund 5.200 Einwohnern und Teil der Provinz Carbonia-Iglesias. Das Städtchen liegt zwischen Iglesias und Carbonia und ist etwa 14 km von Carbonia und gut 12 km von Iglesias entfernt. Im Städtchen selbst gibt es Bars und zahlreiche kleine Geschäfte für den täglichen Bedarf.

Zum Territorium gehört der etwa 4 km lange und mit feinem Sand bedeckte Strand von Funtanamare, der sich in den letzten Jahren zu einem interessanten Surf-Spot entwickelt hat.

SÜDWESTLICHER ZIPFEL SARDINIENS

Im Gebiet zwischen Iglesias und Carbonia im Südwesten Sardiniens wurde lange Zeit aktiv Bergbau betrieben, allerdings wurden in den 1960 und 1970er Jahren die Minen geschlossen. Einige der verlassenen und verwahrlosten Bergwerke und Siedlungen werden heute liebevoll renoviert und als Museen im Projekt "Parco Geominerario" für Besucher zugänglich gemacht. Oft sind es ehemalige Minenarbeiter, die fachkundig durch „ihre“ Minen führen und durch ihre Erinnerungen eine oft unbekannte Seite Sardiniens wieder aufleben lassen. In Carbonia kann ein neu eingerichtetes Bergwerksmuseum besucht werden, in dem sich auch eine Art Lehrpfad befindet.

Fährt man auf der kleinen Küstenstraße von Iglesias in Richtung Portoscuso, so führt eine Abzweigung auf der rechten Seite nach Porto Paglia. Die später steil abwärts führende Straße endet an einer Häusergruppe. Ursprünglich handelte es sich bei den Gebäuden um Teile eine alten Thunfischfanganlage (Tonnara), die sehr stillvoll in eine private Ferienanlage umgewandelt wurde. Hier kann das Auto am Straßenrand geparkt werden. Zur linken Hand führt ein schmaler, gepflasterter steiler Weg zu einem langen Sandstrand hinab. Dieser ist besonders im Frühling und Herbst kaum besucht und beeindruckt durch seine wildromantische Atmosphäre. Strandspaziergänger, Muschel- und Steinsammler kommen hier sicher auf ihre Kosten. Aber auch für ein Picknick ist dieser Ort geeignet.

Ein atemberaubendes Panorama auf den Golf von Gonnesa mit seinen teilweise mit mediterraner Macchia bewachsenen, riesigen Sanddünen, stimmt den Besucher auf diese herrliche Küstenlandschaft ein, die je nach Wind und Wetter in den verschiedensten Farben leuchtet. Besonders auffällig ist der nördlich gelegene weiß schimmernde „Pan di Zucchero“ (Zuckerbrot), eine vor Porto Flavia aus dem Meer aufragende über 130 Meter hohe Felsklippe.

Eine sehr schöne, wenn auch kurvenreiche Panoramastraße führt von der Ortschaft Fontanamare die Küste entlang bis nach Masua. Im Zentrum sollte man das Auto auf dem recht großen Parkplatz stehen lassen und den kleinen Rundwanderweg mit seinem überwältigendem Panorama auf den Pan di Zucchero und die steile Küstenlandschaft machen. Wer von den Ausblicken nicht genug bekommen kann, der sollte auch die Küstenstraße von Buggeru bis nach Capo Pecora entlang an kilometerlangen, weißen Sandstränden ausprobieren.

Höhlen, Nuraghen und römische Tempel
Aber auch Höhlen-Interessierte kommen auf ihre Kosten, denn sie können in der Nähe von Fluminimaggiore die Tropfsteinhöhle Su Mannau besuchen. Wer mehr über die Geschichte Sardiniens erfahren möchte, kann den römisch-punischen Tempel di Antas aus dem 2. Jh. V. Chr. in der Nähe von Fluminimaggiore oder einige der zahlreichen Überreste der frühgeschichtlichen Nuraghen-Kultur nordöstlich von Arbus besuchen. 

Weinfreunde aufgepasst
Weinfreunde sollten unbedingt der Cantina Sociale in Santadi, etwa 20 km nördlich von Teulada, einen Besuch abstatten. Berühmt ist dieser Weinkeller für seinen Terre Brune, ein Rotwein der auch außerhalb Sardiniens und Italiens bekannt ist, aber auch zahlreiche gute andere Rot- und Weißweine anbietet.

CARLOFORTE UND SAN PIETRO

Die etwa 51 Quadratkilometer große Insel San Pietro wird mehrmals täglich mit Fähren von Porto Vesme und Calasetta auf der Nachbatinsel S. Antioco aus angefahren. Die Überfahrt dauert zwischen 30 und 40 Minuten.

Die Insel San Pietro wurde 1736 von ligurisch-stämmigen Fischern besiedelt, die im 16. Jh. von Piraten aus ihrer ligurischen Heimat auf die tunesische Insel Tabarka verschleppt wurden und später befreit werden konnten. Dieser arabisch-ligurische Einfluss findet vor allem in den Speisen der Carlofortiner wieder: neben Gerichten, die mit köstlichem Pesto verfeinert werden, gibt es auch eine Vielzahl von Couscous-Varianten und natürlich den berühmten, roten Thunfisch.

Die etwa 6.600 Einwohner der Insel, die vorwiegend im charmanten und pittoresken Hafenstädtchen Carloforte wohnen, sind durch den Fisch- und besonders Thunfischfang zu einem gewissen Wohlstand gelangt: Jedes Jahr im Mai ziehen große Thunfischschwärme auf dem Weg zum Laichen an der Insel San Pietro vorbei.

Ansonsten bietet die Insel viel Natur, die man auch mit dem Fahrrad erkunden kann. Die Westküste ist eher felsig und besteht aus Vulkangestein, an der Ostküste hingegen ist die Küste mit Sandstränden und kleinen Buchten etwas sanfter.

In quirligen Carloforte gibt es zahlreiche kleine Geschäfte mit lokaler Töpferkunst, Schmuck aus tiefroten Korallen oder Souvenirs, aber auch Läden, in denen der hiesige Thunfisch in Dosen verkauft wird. Zahlreiche Bars und Restaurants laden zum Entspannen ein.

HALBINSEL SANT ANTIOCO

Sant'Antioco ist mit knapp 110 Quadratkilomtern die größte der sardischen und die viertgrößte italienische Insel und über eine etwa 5 km lange Landenge, einen sog. Isthmus, mit der Mutterinsel verbunden. Zusammen mit der Nachbarsinsel Isola di San Pietro und anderen kleineren und unbewohnten Inselchen bildet sie die Inselgruppe das Sulcis Archipel. Die Insel verdankt ihren Namen dem hl. Antiocus, der hier lebte und starb.

Die Insel aus Vulkangestein ist bereits seit prähistorischen Zeiten besiedelt und war aufgrund seiner strategischen Position für die Phönizier, Karthager und Römer ein wichtiger Hafen und Umschlagsplatz für Silber und Blei. An der Stelle des Ortes Sant’Antioco befand sich in der Antike die wichtige Hafenstadt Sulki, die von den Phöniziern um 900 v. Chr. gegründet wurde.

Die Insel Sant’Antioco ist vor allem bekannt für seine schönen Buchten, beispielsweise die Cala Lunga mit ihren wunderschönen Wassertiefen, Porto Sciusciau, Porto della Signora und Cala Sapone, die zahlreiche Tauch- und Bademöglichkeiten bieten. Spektakulär ist die Steilküste bei Capo Sperone im Süden der Insel.

Nicht weit entfernt von der Ortschaft Calasetta¸ die im 19. Jahrhundert von Fischern aus Ligurien gegründet wurde, laden die weißen Sandstrände Spiaggia Grande und Salina und Spiaggia zum (familiengerechten) Schwimmen und Sonnenbaden ein. Von Calasetta aus setzen mehrmals täglich Fähren zur Nachbarinsel San Pietro über, deren pittoreskes Städtchen Carloforte zum Bummeln einlädt.

Nicht nur Meer ...
Aber San’Antioco besitzt noch andere Attraktivitäten und wer mal eine Strandpause einlegen möchte, der sollte unbedingt die Katakomben und das Tophet der Insel besuchen. In einer Villa oberhalb des Städtchens Sant Antioco wurde ein Museum eingerichtet, in dem Fundstücke aus diesen archäologischen Ausgrabungsstätten ausgestellt werden. Oberhalb der Stadt Antioco liegt eine Festung aus dem 18. Jahrhundert. In einer Villa daneben hat man mit viel Liebe ein Museum eingerichtet, wo Funde aus Nekropolen und der phönizischen Opferstätte bei Tophet ausgestellt sind.

Aber auch Überreste von Nuraghen, die für Sardinien so charakteristischen und aus großen Steinblöcken errichteten Turmbauten, können auf der Insel bewundert werden: zu nennen sind hier die Nuraghe Grutti Acqua und Sega de Marteddu und die Grabstätte Giganti Su Nidu e Su Crobu

 

 

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