Valledoria ist das touristischen Zentrum des Golfs von Asinara und hat sich in den letzten Jahren zu einem interessanten Spot für alle möglichen Wassersportarten entwickelt.
CASTELSARDO UND SANTA TERESA DI GALLURA
Entlang der sehr schönen und abwechlungsreichen Costa Paradiso geht es nach Castelsardo. Das Städtchen mit seinem Yachthafen ist im Sommer eines der touristischen Zentren der Gegend und zeichnet sich eher durch zahlreiche Souvenirgeschäfte aus. Sehr interessant ist allerdings die Altstadt mit ihrem Castello und ihren vielen verwinkelten und engen Gassen, die hoch oben auf einem Felsen liegt und die Neustadt dominiert. Im Museo dell Intreccio Mediterraneo sind Exponate der traditionellen Korbflechterei ausgestellt, unter anderem Körbe und Schalen, aber auch kleine Boote.
Wer etwa mehr Zeit hat, kann bis nach Santa Teresa di Gallura fahren (von dort aus setzen die Fähren nach Korsika über). Einen Besuch wert ist sicher Capo Testa mit seinen von Wind und Meer ausgewaschenen Felsformationen.
NATIONALPARK ASINARA
Nur wenige Kilometer nördlich von Stintino liegt die etwa 50 Quadratkilometer große Insel Asinara, die bis 1997 als Hochsicherheitsgefängnis diente, in dem auch Mafiosis eingesperrt wurden. In den letzten Jahren wurde dort ein Nationalpark eingerichtet, in dem sich Muflons und Hasen tummeln, aber auch der berühmte kleine, weiße Esel, von dem es nur noch wenige Exemplare gibt.
SASSARI
Die im Nordwesten Sardiniens gelegene Stadt Sassari, von den Sarden Tattari oder Tathari genannt, ist mit seinen mehr als 120.000 Einwohner die zweitgrößte der Insel und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. In Sassari mit seinem mittelalterlichen Stadtkern findet sich die älteste Universität der Insel, die 1617 gegründet wurde.
Die Stadt liegt auf einer Höhe von gut 220 Metern und wurde im Mittelalter von den Bewohnern der Küstenstadt Turris Libysonis, dem heutigen Porto Torres, gegründet, um sich vor den immer wiederkehrenden Angriffen der Sarazenen zu schützen. Bevor im 18. Jh. das Königshaus Savoyen die Regierung übernahm, wechselten sich in Sassari die Pisaner, Genuesen, Aragonier und Österreicher ab.
Wer die Stadt besucht, sollte sich unbedingt den Dom San Nicola mit seiner Barrock-Fassade, den Palazzo Ducale, den Renaissancebrunnen Fontana di Rosello und den 1878 erbauten Palazzo Giordano ansehen. Die zentral gelegenen und schattigen Giardini Pubblici (Stadtgarten) laden zu einer kleinen Pause ein.
Einen Besuch lohnt auch das archäologische Museo Nazionale G. A. Sanna in der Via Roma 64, in dem in 17 Sälen Objekte sardischer Archäologie ausgestellt und zahlreiche Dokumente über die Geschichte der Insel informieren. Wer sich für das sardische Handwerk interessiert, sollte den nahe der Giardini Pubblici gelegenen Padiglione dell Artigianato Sardo besuchen.
Volksfeste
Am vorletzten Sonntag im Mai findet in Sassari das Reiterfest La Cavalcatta statt. Ein weiteres wichtiges Ereignis der Stadt ist das Fest der Candelieri: am Abend des 14. August werden neun riesige, kerzenförmige Holzsäulen, welche die Zünfte darstellen, durch die Altstadt getragen. Das Fest geht auf ein Gelübde zurück, das die Stadtbewohner im 13 Jh. Maria gaben, als die Pest wütete.
Wenige Kilometer südöstlich von Sassari an der SS 131 steht die im pisanisch-romanischen Stil erbaute Kirche Santissima Trinità di Saccargia mit ihrer weiß-schwarz gestreiften Fassade aus Basaltlava und Kalkstein.
ALGHERO
Das Städtchen Alghero mit seinen rund 40.000 Einwohnern besticht in seinem historischen Zentrum nicht nur durch seine kleinen Gassen, durch die es sich bummeln lässt, sondern auch durch seinen zahlreichen mittelalterlichen Baudenkmäler und seine gut erhaltene Festungsanlage samt Stadtmauer.
Die Stadt wurde 1354 von den Spaniern erobert und dieser Einfluss ist noch in der Stadt zu spüren: ein Teil der Bevölkerung verständigt sich auch heute noch in einem alten katalanischen Dialekt und auch die Straßen haben katalanische Namen.