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Zwischen Meer und Bergen – warum Sardinien eine Trauminsel für Roadtrips ist

Sardinien ist eines dieser Urlaubsziele, die man eigentlich erst richtig versteht, wenn man sie mit dem Auto erkundet und sich nicht nur auf einen (Bade)Ort konzentriert. Auf der Karte wirkt die Insel überschaubar – Sardinien ist etwa 270 Kilometer lang und 145 Kilometer breit – in der Realität aber entfaltet sie eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften: schroffe Küsten und türkisblaues Meer und einsame Hochebenen und wilde Bergregionen im Inselinneren.

Das Besondere: Auf Sardinien ist nicht nur das Ziel schön, sondern oft schon die Fahrt selbst dorthin. Oft reicht schon eine kurze Fahrt von der Küste ins Inland, und die Landschaft verändert sich komplett. Statt Stränden tauchen plötzlich Felsen, eine dichte mediterrane Macchia, Schafweiden und enge Serpentinen auf – mit ständig wechselnden Ausblicken.

Noch besser ist es allerdings, die Insel in einer gut organisierten Rundreise – sei es mit dem eigenen Auto oder Mietwagen zu erkunden. Zwar ist Sardinien keine klassische „easy driving destination“, denn viele Straßen sind kurvig, schmal und verlangen Aufmerksamkeit, dafür wird man mit einigen der schönsten Fahrstrecken im gesamten Mittelmeerraum belohnt.

Im Folgenden die unserer Meinung nach eindrucksvollsten Straßen der Insel – an der Küste und im Landesinneren – inklusive praktischer Tipps, die unterwegs wirklich helfen.

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Die schönsten Küstenstraßen Sardiniens

SP71 – die legendäre Südwestküste

Die Fahrt entlang der SP71 im Süden Sardiniens, zwischen Chia und Teulada, führt direkt entlang der Küste – immer wieder öffnet sich der Blick auf kleine Buchten, Felsen und transparentes Meerwasser.
Was diese Strecke so besonders macht, ist weniger ein einzelner Aussichtspunkt, sondern die permanente Nähe zum Meer. Es gibt kaum Abschnitte, in denen man nicht zumindest einen Blick auf das Wasser erhascht.
Streckenlänge: 40 km – Fahrtzeit: 60 Minuten

Unser Tipp:

  • Fahren Sie weiter bis nach Porto Pino, einem noch relativ unbekanntem Küstenort im Südwesten. Hier können Sie am kleinen Yachthafen bummeln und am Dünenstrand Porto Pino in der Strandbar eine wohlverdiente Pause einlegen, bevor Sie sich auf die Rückfahrt machen.
  • Gut 20 km nördlich von Porto Pino liegte der verlassene und faszinierende Ort Tratalias, der in den letzten Jahren wieder belebt wird und auch ein schöner Foto-Stopp ist.

Küstenstrecke Gonnesa – Capo Pecora: wild, rau und kaum überlaufen

Im Südwesten der Insel zeigt Sardinien noch einmal eine ganz andere Seite. Die Strecke zwischen Gonnesa und Capo Pecora gehört zu den am wenigsten touristischen, aber landschaftlich beeindruckendsten Küstenfahrten.

Die Straße führt durch eine Mischung aus felsiger Küste, alten Minengebieten und offenen, windgeprägten Landschaften und gerade dieser Kontrast macht die Strecke besonders: Während andere Küstenstraßen auf „Schönheit“ ausgelegt wirken, fühlt sich diese hier ehrlich, rau und unberührt an.
Streckenlänge: 40 km – Fahrtzeit: 1:00 Stunde

Unser Tipp

  • Panoramaweg in Nebida mit unglaublichen Ausblicken auf das Meer und den hoch aus dem Meer aufragenden Felsen Pan di Zucchero (dt. Zuckerhut). Ein Bar-Restaurant lädt zum Verweilen ein.
  • Vor Buggeru liegt etwas versteckt die Bucht Cala Domestica, die als eine der schönsten Sardiniens gilt.
  • Schlendern Sie durch den Küstenort Buggerru mit Bars, Restaurants und einigen Geschäften
  • Am Kap Capo Pecora können Sie sich die Beine vertreten und die ursprüngliche Landschaft genießen.
  • Bei Iglesias liegt die augelassenen Mine Monteponi.

Cagliari – Villasimius – Costa Rei: Sardiniens entspannte Traumküste im Süden

Ganz anders präsentiert sich im Südosten die Strecke zwischen Cagliari und Costa Rei. Sie ist eine der beliebtesten Küstenrouten im Süden und perfekt für einen entspannten Roadtrip-Tag.

Die Straße führt entlang einer Küste, die sofort mediterranes Urlaubsgefühl auslöst: helle Strände, türkisfarbenes Wasser und sanfte Hügel im Hintergrund, bewachsen mit einer wohlduftenden mediterranen Macchia. Im Gegensatz zu den wilden Straßen im Westen ist diese Strecke gut ausgebaut und angenehm zu fahren.

Entlang der Küste gibt es viele wunderschöne Strände, deren Besuch sich auch in der Nebensaison lohnt, wenn nicht zum Baden, dann wenigstens mit einem lecker bepacktem Picknickkorb.
Streckenlänge: 70 km – Fahrtzeit: 1:30

Unsere Tips

  • Die Strände Cann e’Sisa und Genn e’Mari bei Torre delle Stelle
  • Die Badebucht Is Piscadeddus
  • Bei Villasimius der Strand Porto Giunco mit seinem beeindruckenden Wachturm, zu dem man auch wandern kann
  • Vor Costa Rei der Karibik-Strand Cala Sinzias

Westküste Sardiniens – die traumhafte Strandroute von Torre Grande bis Santa Caterina di Pittinuri

Eine oft unterschätzten Autotour auf Sardinien verläuft entlang der Westküste zwischen Torre Grande und Santa Caterina di Pittinuri.

Diese Strecke ist weniger spektakulär im Sinne steiler Klippenstraßen, denn hier fährt man nicht direkt an der Küste entlang, sondern durch völlig unterschiedliche Landschaften. Hier reihen sich die schönsten Strände der Westküste wie Perlen an einer Kette aneinander.

Die Fahrt beginnt in Torre Grande, dem Strand von Oristano, und führt nordwärts auf die Halbinsel Sinis, bekannt für seinen Ort San Giovanni di Sinis und die Ruinen der antiken Stadt Tharros.

Weiter nördlich folgen so berühmten Strände wie Is Arutas und Mari Ermi, deren Strände aus winzigen Quarzkörnern bestehen.

Hinter diesen Stränden beginnt eine wildere, offenere Küstenlandschaft mit den Stränden bei Putzu Idu und Sa Rocca Tunda.

Die letzte Etappe führt nach Santa Caterina di Pittinuri und weiter zum Strand S’Archittu, einem markanten ca. 10 m hohen Felsbogen in einer geschützte Bucht mit türkisfarbenem Wasser. Im Sommer sorgen hier die Klippenspringer für Stimmung.
Streckenlänge: 80 km – Fahrtzeit: 1:50 Stunde

  • Unser Tip
    Besuchen Sie, wenn möglich, alle Strände dort, jeder ist anders und auf seine Art wunderschön.

s archittu

Alghero – Bosa: eine der spektakulärsten Panoramastrecken Europas

Einer der Klassiker auf Sardinien: Die Verbindung zwischen Alghero und Bosa gehört zu den bekanntesten Straßen der Insel – und das völlig zu Recht.

Hier fährt man nicht einfach nur von A nach B, sondern entlang einer Landschaft, die ständig in Bewegung zu sein scheint: steile Klippen auf der einen Seite, tiefblaues Meer auf der anderen, dazu enge Kurven, die sich perfekt in die Küste schmiegen.

Schon der Start in Bosa, mit seinen pastellfarbenen Häusern am Fluss Temo, wirkt wie ein Auftakt in eine andere Zeit.

Kurz hinter der Stadt beginnt die Küstenstraße, die sich in vielen Kurven entlang der Westküste schlängelt. Zwischen Macchia, Felsen und vereinzelten Buchten wirkt die Landschaft rau und gleichzeitig sehr offen – besonders bei Sonnenuntergang ist diese Strecke eindrucksvoll.

Vor Alghero wird die Küste sanfter, die ersten Strände erscheinen, und schließlich erreicht man die katalanisch geprägte Altstadt von Alghero, die mit ihren Stadtmauern direkt am Meer liegt.
Streckenlänge: 70 km – Fahrtzeit: 1:30 Stunde (mit Capo Caccia)

Unser Tipp

  • Es lohnt sich ein Abstecher zum nahen Naturpark Capo Caccia, wo steile Kalkklippen dramatisch ins Meer abfallen und die bekannte Neptungrotte liegt.

Nordküstenroute: Castelsardo – Costa Paradiso – Capo Testa

Die Fahrt beginnt in Castelsardo, dem mittelalterlichen Küstenort auf einem Felsen über dem Meer. Schon die Ausfahrt aus der Stadt bietet weite Blicke über den Golf von Asinara und leitet über in eine der landschaftlich spektakulärsten Küstenstraßen Sardiniens.

Entlang der zerklüfteten Westküste erreicht man bald Costa Paradiso, eine Landschaft aus rotem Granit, windgeformten Felsen und versteckten Buchten. Die Straße schlängelt sich durch die Macchia, immer wieder öffnen sich Ausblicke auf türkisfarbenes Wasser und kleine, abgelegene Strände.

Weiter geht es über Portobello di Gallura bis nach Santa Teresa Gallura, einem lebendigen Küstenort mit Blick auf Korsika, bevor sie auf der Halbinsel Capo Testa endet. Dort liegt die berühmte Valle della Luna – eine surreal wirkende Granitlandschaft aus Felsen, Buchten und stillen Tälern, besonders eindrucksvoll im Abendlicht.
Streckenlänge: 90 km – Fahrtzeit: 1:50 Stunde

Costa Smeralda – schöne Straßen mit Postkartenblick

Die Tour rund um die Costa Smeralda von Cannigione über Porto Cervo, Capriccioli, Romazzino, Portisco, San Pantaleo bis Porto Rotondo ist eine klassische Panoramafahrt im Nordosten Sardiniens – sehr kurz von den Distanzen, aber landschaftlich und atmosphärisch ziemlich abwechslungsreich.

Von Cannigione geht es entlang der Küstenstraße in Richtung Porto Cervo, dem bekannten Yachthafen mit viel Luxus und eher kurzer Aufenthaltsqualität. Danach folgen die schönsten Naturstopps der Route: die Buchten von Capriccioli und Romazzino mit türkisfarbenem Wasser, Granitfelsen und sehr schönen Aussichtspunkten direkt an der Straße.

Über Portisco mit seinem kleinen Hafen geht es ins Inland nach San Pantaleo, einem charmanten Granitdorf mit ruhiger, authentischer Atmosphäre – ein guter Kontrast zur Küste. Zum Schluss erreicht man Porto Rotondo, ebenfalls ein eleganter Hafenort mit schönen Spaziermöglichkeiten am Wasser.

Unser Tipp

  • Diese Tour lohnt sich vor allem wegen der Strände (Capriccioli, Romazzino) und dem Mix aus Luxus (Porto Cervo) + Natur + Granitlandschaft + San Pantaleo als Kontrastpunkt.#
  • ieser Teil Sardiniens ist im Sommer stark besucht – entsprechend lohnt es sich, früh am Tag zu fahren.

Die schönsten Straßen im Inselinneren

SS125 – die berühmte „Orientale Sarda“

Die Schnellstraße SS125, offiziell SS125 Orientale Sarda, ist das Herzstück vieler Sardinien-Roadtrips. Sie verbindet die Ostküste durch das Gebirge und ist bekannt für ihre unzähligen Kurven und den ständig wechselnden Charakter der Landschaft.

Die Strecke von Dorgali nach Arbatax über Baunei und Santa Maria Navarrese zählt zu den schönsten Panoramarouten in Ost-Sardinien; Sie ist nichts für schnelles Durchfahren – sie verlangt Konzentration, belohnt aber mit einer der intensivsten Fahrerlebnisse der Insel.

Von Dorgali geht es zunächst über die SS125 (Orientale Sarda) ins Gebirge des Supramonte. Dieser Abschnitt ist kurvig, bergig und bietet immer wieder weite Blicke über Schluchten und Kalksteinlandschaften.

Hinter dem Hochplateau erreicht man Baunei, das auf rund 400–500 m Höhe liegt. Von dort beginnt der spektakulärste Teil der Route: eine steile Serpentinenstraße führt hinunter zur Küste mit dramatischen Ausblicken auf das Meer.

Weiter südlich liegt Santa Maria Navarrese, ein kleiner, entspannter Küstenort mit Strand, Hafen und Blick auf die wilden Berge im Hintergrund. Von dort führt die Straße schließlich weiter nach Arbatax, bekannt für seine roten Porphyrfelsen am Meer.
Streckenlänge: 80 km – Fahrtzeit: 1:50 Stunde

Unser Tipp

  • Foto-Stop nach Baunei am Pedra Longa, einer hohen, markanten Kalksteinfelsnadel direkt am Wasser. Schon die Anfahrt ist faszinierend

pedra longa

Von Tempio Pausania zur Valle della Luna – durck Korkeichenwälder zum Meer

Die Route beginnt in Tempio Pausania, dem granitgeprägten Herzen der Gallura. Die kleine Stadt liegt ruhig am Fuße des Monte Limbara und ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Fahrt durch eine der ursprünglichsten Landschaften Sardiniens.

Über kurvige Straßen geht es durch Korkeichenwälder und zerklüftete Granitlandschaften Richtung Norden. Besonders im Gebiet um Aggius zeigt sich das Inland von seiner rauen, fast surrealen Seite – mit Felsformationen, die wie von Hand gemeißelt wirken.

Je näher man der Küste kommt, desto stärker öffnet sich die Landschaft, bis schließlich das Meer bei Capo Testa erscheint. Dort liegt die Valle della Luna (dt. Mondtal), ein Labyrinth aus riesigen Granitblöcken, versteckten Buchten und windgeschützten Tälern.

Unser Tipp

  • Besonders bei Sonnenuntergang wirkt das „Mondtal“ wie eine andere Welt – ruhig, weit und von außergewöhnlicher Felsarchitektur geprägt.

Gennargentu-Gebirge – Sardiniens wilde Mitte

Im Zentrum der Insel erhebt sich das Gennargentu-Gebirge, eine Region, die deutlich ursprünglicher wirkt als die Küsten. Die Straßen hier sind oft schmal, wenig befahren und führen durch eine Landschaft, die fast alpine Züge hat. Statt Tourismus findet man hier vor allem Ruhe, Weite und Natur.

Die Strecke von der Provinzhauptstadt Nuoro über Mamoiada, Orgosolo, Oliena und Dorgali bis nach Cala Gonone gehört zu den schönsten Inlandverbindungen Sardiniens. Sie verbindet vier sehr unterschiedliche Landschaften: traditionelle Bergdörfer, wilde Supramonte-Berge, Weinregionen und schließlich die Nähe zur Küste des Golfs von Orosei.

Mamoiada, ein ruhiger Ort im Herzen der Barbagia, ist bekannt für seine traditionellen Masken und den Cannonau-Wein. Von dort führt eine kurvige, aber gut fahrbare Landstraße durch Hügel und Korkeichenwälder Richtung Orgosolo, berühmt für seine großflächigen Murales, also Wandmalereien, die politische, soziale und lokale Themen zeigen und das ganze Dorf prägen. Ein kurzer Stopp lohnt sich hier immer.

Von Orgosolo geht es weiter in Richtung Osten nach Oliena. Dieser Abschnitt wirkt offener und etwas weniger wild, aber im Hintergrund tauchen bereits die markanten Kalksteinmassive des Supramonte auf. Oliena ist bekannt für seine Weinproduktion (vor allem Cannonau).

Der landschaftlich eindrucksvollste Teil folgt zwischen Oliena und Dorgali. Hier fährt man direkt am Rand des Supramonte entlang. Die Straße ist kurvig, aber gut ausgebaut. Immer wieder öffnen sich Blicke Richtung Osten, wo man bei klarer Sicht schon die Nähe zum Golf von Orosei spürt. Von hier ist es nicht mehr weit nach Cala Gonone, das direkt am Meer liegt.
Streckenlänge: 75 km – Fahrtzeit: 1:30 Stunde

Unser Tipp

  • Besuch Nuoros und des Museums MAN (moderne sardische Kunst)
  • Besuche der Nuraghenstätte Serra Orrios bei Dorgali
  • Besuch der Quelle Su Gologone bei Oliena
  • Bootsexkursion entlang der Küste ab Cala Gonone

Die Ogliastra – zwischen imposanten Tafelbergen und Weinbergen

Die Route durch die Ogliastra über Jerzu, Ulassai und die Tafelberge (Tacchi) bis zur Grotte Su Marmuri ist eine faszinierende Inlandstrecke im Osten Sardiniens.

Von Jerzu geht es zunächst durch sanfte Hügel und Weinberge, bevor die Straße immer steiler und kurviger wird. Die Landschaft wird schnell rauer, und die markanten Kalksteinformationen der Tacchi tauchen am Horizont auf.

In Ulassai liegt der Ort spektakulär zwischen hohen Felswänden, fast wie in eine natürliche Schlucht eingebettet. Über dem Dorf dominieren die flachen, steil abfallenden Tafelberge, die das typische Bild dieser Region prägen.

Nur wenige Minuten oberhalb befindet sich die Grotte Su Marmuri, eine riesige Karsthöhle mit großen Hallen und beeindruckenden Tropfsteinformationen – ein starker Kontrast zur kargen Felslandschaft draußen.

Fazit

  • Insgesamt bietet die Strecke auf kurzer Distanz einen extremen Landschaftswechsel: von Weinbergen über schroffe Kalksteinberge bis hin zu einer der größten Höhlen Sardiniens.

Tafelberge auf Sardinien

Südosten – durch dichte Wälder hinab zum transparentem Meer

Eine sehr schöne Tour im Südosten Sardiniens führt von Cagliari zunächst zum dichten Waldgebiet Sette Fratelli und dann über Castiadas bis zur Costa Rei und weiter zum Capo Ferrato und kombiniert dabei Gebirge und Küste auf engem Raum.

Vom Naturpark Sette Fratelli, wo dichte Korkeichenwälder, Granitberge und kurvige Bergstraßen eine ruhige, fast alpine Landschaft bilden, geht es langsam bergab in Richtung Castiadas, wo sich die Landschaft öffnet und in Hügel, Macchia und landwirtschaftliche Flächen übergeht.

Danach erreicht man die Costa Rei mit seinem langen Sandstrand mit sehr klarem, oft türkisfarbenem Wasser. Hier dominiert die offene Küstenlandschaft, ideal für eine Pause oder ein Bad.

Weiter nördlich wird es bei Capo Ferrato wieder ruhiger und ursprünglicher: rote Felsen, kleine Buchten und schöne Ausblicke auf das Meer prägen diesen Abschnitt.

Unser Tipp

  • Kurzwanderung im Waldgebiet Sette Fratelli (bei früher Abfahrt aus Cagliari möglich)
  • Spaziergang am langen Strand von Costa Rei
  • Picknick am Capo Ferrato

Quer durch Sardinien über die Schnellstraße SS131 – die funktionale Hauptachse

Die Schnellstraße SS 131 Carlo Felice ist die wichtigste und längste Staatsstraße auf Sardinien. In gut 3 ½ Stunden fährt man von Porto Torres im Nordwesten nach Cagliari im Süden. Der Abzweig S.S. 131 d.c.n führt auf der Höhe von Abbasanta dann über Nuoro nach Olbia im Nordosten. Eine weitere Super Strada auf Sardinien ist die S.S. 130, die von Cagliari bis nach Iglesias im Südwesten führt.

Diese Straßen sind zwar landschaftlich weniger spektakulär ist, spielen aber für Roadtrips eine wichtige Rolle: Sie ermöglicht schnelle Strecken zwischen den interessanten Regionen und spart viel Zeit.

Wichtige Tipps fürs Autofahren auf Sardinien

Ein Roadtrip auf Sardinien ist wunderschön – aber anders als in vielen anderen Urlaubszielen. Einige Besonderheiten sollte man kennen, um entspannter unterwegs zu sein.

  • Straßen sind oft enger als erwartet: Viele Küsten- und Bergstraßen sind schmal, kurvig und teilweise ohne Leitplanken. Besonders in den Bergen kann es vorkommen, dass man langsam fahren oder ausweichen muss.
  • Tankstellenplanung ist wichtig: Im Inselinneren sind Tankstellen nicht überall verfügbar. Es lohnt sich, frühzeitig zu tanken, besonders bevor man ins Gebirge fährt.
  • Tiere auf der Straße sind keine Seltenheit: Vor allem in ländlichen Regionen können Schafe, Ziegen oder Hunde auf der Straße auftauchen – besonders in Kurven.
  • Parken an beliebten Spots: Viele Strände und Aussichtspunkte haben nur begrenzte Parkmöglichkeiten. In der Hochsaison lohnt sich frühes Ankommen.
  • Sommer verändert alles: Zwischen Juni und September sind die Straßen stärker befahren, und es kann sehr heiß werden. Frühe Fahrzeiten sind hier klar im Vorteil.
  • Etwas gewöhnungsbedürftig ist sicher der unkonventionelle Fahrstil der Sarden: grundsätzlich ist das Setzen des Blinkers fakultativ und das Parken in der 2. Reihe sehr beliebt. Positiv anzumerken ist, das an Zebrastreifen in der Regel gehalten wird.
  • Außerhalb geschlossener Ortschaften, wo die Höchstgeschwindigkeit soweit nicht anders ausgeschildert bei 50 km/h liegt, geht es dann häufig etwas flotter zu. Auf der Super Strada darf bis zu 110 km /h gefahren werden, auf den anderen Straßen sind es zwischen 70 und 90 km/h. Auf Sardinien Straßen gibt es zahlreiche automatische Geschwindigkeitskontrollen, die in der Regel aber durch Warnschilder rechtzeitig angezeigt werden.

Fazit – Sardinien ist eine Insel zum Fahren, nicht nur zum Ankommen

Die Straßen auf Sardinien sind mehr als nur Verbindungen zwischen Orten. Sie sind Teil des Erlebnisses selbst. Ob entlang der Küste oder durch das wilde Inland – jede Strecke zeigt eine andere Seite der Insel.
Wer sich Zeit nimmt, defensiv fährt und auch abseits der Hauptstraßen unterwegs ist, erlebt eine der abwechslungsreichsten Roadtrip-Destinationen Europas.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann kontaktieren Sie uns und wir gestalten mit Ihnen zusammen Ihre Autorundreise auf Sardinien!