Informationen und Tipps für Costa Rei im Süden Sardiniens
Das touristische Angebot an der Costa Rei im Südosten Sardiniens ist besonders im Sommer ideal für einen Strandurlaub mit der Familie, dank der langen Sandstrände, die auch für kleine Kinder gut zum Spielen geeignet sind.
Wir empfehlen Costa Rei aber auch in der Nebensaison, insbesondere für einen Aktivurlaub auf Sardinien, zum Beispiel mit Wanderungen und MTB in der nahen Sette Fratelli-Gebirgskette, und für Motorradfahrer entlang der Küstenstraßen mit atemberaubenden Ausblicken auf das Meer.
Geographie & Geschichte
Die Costa Rei im südöstlichen Zipfel Sardiniens mit ihren weiten und von mediterraner Macchia und Pinienhainen umsäumten Sandstränden entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Touristenziel. Costa Rei gehört zur Gemeinde Muravera im Sarrabus und ist etwa 50 km von der Inselmetropole Cagliari entfernt.
Die Costa Rei erreicht man von Cagliari aus über eine zwar kurvenreiche, aber beeindruckende Küstenstraße, die sich an zahllosen Buchten und Sandstränden vorbeischlängelt und schöne Ausblicke gewährt. Wer etwas schneller an sein Ziel kommen möchte, kann von Cagliari aus die neue Schnellstraße in Richtung Castiadas/Muravera nehmen, die fast bis Muravera führt und die Fahrtzeit zur Costa Rei deutlich verkürzt.
Die Costa Rei erstreckt sich von Porto Pirastu im Norden bis zur Cala Sinzias im Süden und hat Monte Nai und Piscina Rei als Zentrum. Hier finden Sie eine große Auswahl an Ferienhäusern und Ferienwohnungen, Residenzen und Hotels. Und in der Umgebung gibt es ein wachsendes Angebot an Bed & Breakfasts und Agriturismi.
Sehenswürdigkeiten: was kann man in Costa Rei unternehmen
Wer nicht nur im glasklaren und türkisfarbenem Wasser schwimmen und an den weitläufigen Sandstränden Sonnenbaden möchte, der kann beispielsweise im Hinterland mit seinen einsamen Berglandschaften und Wäldern archäologische Ausgrabungsstätten besichtigen. Zu erwähnen sind hier der etwa 200 m von Strand entfernt liegende megalithische Komplex von Piscinas Rei mit seinen 22 Menhiren und den Überresten einer römischen Siedlung, die wohl aus der Jungsteinzeit stammenden Granitblöcke von Santa Giusta und die bei Cuili Piras.
Auch die die bei Santa Giustina liegende Nuraghe S’Omu‘ es‘ Orcu, die um etwa 1000 v. Chr. errichtet wurde und die Funktion einer Festung hatte, ist sehenswert. Bei Castiadas sind noch gut erhaltene Gigantengräber zu entdecken, die zeigen, dass das Gebiet schon zu Urzeiten bewohnt war. Beispiele dafür finden sich in Su Tiriargiu und in Masone Pardu oder in den Domus de janas, den Felsengräbern, bei Is Pilastrus.
Etwa 15 km von der Küste entfernt liegt das ehemalige Gefängnis von Castiadas, das 1875 erbaut wurde und bis 1953 existierte. Die Aufgabe der Insassen war es, das umliegende und seit mehr als 350 Jahren unbewohnte Schwemmland zu entwässern und zum Leben zu erwecken. In den teilweise renovierten Gebäuden sind heute noch einige der kleinen und höchst spartanisch ausgestatteten Gefängniszellen zu besichtigen. Ein Teil des Komplexes beherbergt die Ausstellungsräume des ethnografischen Landwirtschaftsmuseums der Region Sarrabus-Gerrei: der Bogen der Exponate reicht dabei von Gemälden traditioneller Kostüme, über Miniaturen alter Strandhäuser und Animationen zu den Minen Sardiniens bis hin zu im alten Wohnstil eingerichteten Zimmern.
Die Strände von Costa Rei
Costa Rei bietet wunderschöne Sandstrände auf einer Länge von gut 10 km vom Capo Ferrato im Norden bis Sant Elmo und Cala Sinzias im Süden. Zu nenen sind hier Punta Molentis und Cala Proceddus, Cala Pira, geschützt von einem spanischen Turm, Cala Sinzias mit dem weißen Strand, Sant’Elmo und Santa Giulia mit dem Scoglio di Peppino.
An den Stränden können natürlich auch Sonnenschirme und Liegen ausgeliehen werden, es gibt Bars, die Getränke und Snacks über den Tag anbiete. Natürlich gibt es auch ein großes Angebot an Wassersportarten, sei es zum Verleih oder als Schule, wie z. B. Surfen, Tauchen, Wasserski und Segeln.
Kurioses & Kulinarisches für Costa Rei
Die Costa Rei wurde ab 1962 „entdeckt“, als der Belgier Guido Van Alphen das Gebiet besuchte und das (touristische) Potenzial dieses Küstenabschnitts erkannte. Er kaufte (wie schon Aga Khan an der Costa Smeralda im Nordosten Sardiniens) von den ansässigen Hirten rund 80 Hektar, um die ersten Ferienhäuser strandnah zu bauen. Der Rest ist dann Geschichte …
Die Costa Rei gehört wie bereits oben erwähnt zur Gemeinde Muravera. Der gesamte Küstenstreifen mit seinen fruchtbaren Ebenen ist bekannt für seine besonders auf Zitrusfrüchte spezialisierte Landwirtschaft. Die wohlschmeckenden und wohl duftenden Orangen, Mandarinen und Zitronen sind bekannt und geschätzt für ihr saftiges Fruchtfleisch und ihre Süße. Kein Wunder also, dass im April in Muravera jedes Jahr ein dreitägiges Fest der Zitronenfrüchte , die Sagra degli agrumi, gefeiert wird!
In der Umgebung von Costa Rei und insbesondere auf dem Gebiet der Gemeinde Castiadas können Sie zahlreiche Bauernhöfe besuchen, auf denen Sie echte lokale Produkte kaufen können: den berühmten sardischen Honig, Liköre auf Myrtenbasis oder Zitrusfrüchte, Weintrauben, traditionelle Käsesorten und auch den exzellente Cannonau-Wein aus Castiadas.
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